(HO) So fasst es Alfons Heuermann in seinem letzten Gruß an das Kollegium sehr treffend zusammen. Wenn man wie er oder die Kolleginnen Christiane Lillie und Inka Schoß-Frerichs am Ende des Berufslebens auf Jahrzehnte schulischer Arbeit zurückblicken darf, dann denkt man nicht an die Jahre, sondern an die kleinen Augenblicke, die diesen Lebensabschnitt so lebens- und liebenswert gemacht haben. Und davon gab es reichlich, das wurde bei der Verabschiedung der drei zukünftigen Ruheständler*innen deutlich: ein persönliches Gespräch mit einem Schüler, aufmunternde Worte einer Mutter, ein Experiment im manchmal starren Schema des Unterrichts wagen, den schulischen Erfolg einer Schülerin so sehr feiern, als sei es der eigene, ein konstruktives Feedback aus der Lehrerschaft, das plötzlich eine andere Sichtweise ermöglicht, das Erleben von Dynamik in einer Gruppe, die Erkenntnis: „Jetzt ist er soweit!“, ein heftiger Streit über schulische Angelegenheiten, gefolgt von der Versicherung, dass man trotzdem verbunden bleibt. Niemand lebt und arbeitet allein im Mikrokosmos IGS, das zeigten während der Verabschiedung der Neu-RuheständlerTeil so viele Gruppen – Jahrgang, Fachbereich, Klasse, Kollegium – die wie Ringe ineinandergreifen und das große Ganze stärken.

Allen Verabschiedeten war anzumerken, dass ihnen der Schritt in die Pensionszeit, das Zurücklassen all der liebgewonnenen Menschen, nicht leicht, manchmal sogar sehr schwer fiel. Alle drei äußerten aber auch Erleichterung darüber, herauszukommen aus dem System Schule und neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln zu können.

Doch nicht nur von ihnen, auch von anderen Kolleginnen und Kollegen musste sich die IGS-Lehrerschaft verabschieden: Daniel und Britta Ohlwein verlassen nicht nur die Schule, sondern gleich ganz Ostfriesland und verlagern ihren Lebensmittelpunkt zurück in ihre alte Heimat. Nadja Heinrich zieht es ins südliche Niedersachsen, Fabian Oellers gleich ganz nach München. Ulrich Menzel nimmt als Pastor in Wallinghausen wieder seine ursprüngliche Berufstätigkeit auf. Ihnen allen gilt unser gemeinsamer Dank, nicht nur für geleistete Arbeit, sondern auch für solche kleinen Momente.

Wie immer stellt sich die Frage, inwiefern man als Pensionär*in seiner Schule noch verbunden bleiben kann und sollte. Alfons Heuermann beantwortet sie, indem er uns als Geleit mit auf den Weg gibt: „Sorgt dafür, dass diese Schule auch weiterhin gestaltet wird und nicht nur verwaltet!“

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