(WB) Einen nicht alltäglichen Lebenslauf konnten Schülerinnen und Schüler der 11.und 12. Klassen am Freitag, den 17.5. aus erster Hand kennenlernen. Arye Sharuz Shalicar machte auf einer Tour durch Deutschland Station in der IGS Aurich. Herr Shalicar ist Zeitungslesern bekannt als scharfzüngiger und klar formulierender Verfasser von Kolummnen zu allen Themen, die Israel angehen. Er stellte sein zweites Buch mit dem Titel „Der neu-deutsche Antisemit: Gehören Juden heute zu Deutschland? Eine persönliche Analyse“ vor.

Fazinierend berichtete Shalicar von seiner Jugend als Klein-Gangster und Sprayer in Berlin, wohin seine iranischen Eltern ausgewandert waren. Seine jüdischen Eltern brachten ihm die Religion nicht nahe, weil sie selbst ohne die Rituale lebten. Trotzdem entdeckte er das Judentum für sich, weil er wegen seiner Religion vor allem im muslimischen Milieu Berlins ständig antisemitischen Angriffen ausgesetzt war und sogar ehemalige Freunde sich deswegen von ihm abwandten. So fasste er den Entschluss, nach Israel auszuwandern. Dort studierte er erfolgreich und arbeitete länger als Sprecher der israelischen Armee. Für deutsche Ohren vielleicht verstörend, betonte er, dabei „seinen Frieden gefunden“ zu haben.   

Seine Botschaft: Bevor man Vorurteile weitergibt, sollte man die Verurteilten persönlich kennenlernen. Meist müsste man seine Sicht dann revidieren.

Das ist auch das Ziel des Schüleraustausches mit Kiryat Bialik in Israel, mit dem die IGS eben diese persönliche Begegnung ermöglichen will.

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