Aus dem Unterricht

(KK) Fünfzehn Jugendliche des 12. Jahrgangs engagierten sich in dieser Woche (29.05.-02-06.2017) bei dem Projekt ,,Druckerschwärze”. Die Gruppe Szenische Talkshow diskutiert Themen zum Ehrenamt mit Gästen, während Journalisten Features für eine Radiosendung aufnehmen und Artikel verfassen, hier zwei Beispiele:

Wie die Schule etwas zum Wohlergehen beitragen kann

(Ayse Sahin, Leonore Köhler) Schule ist ein Kollektiv an Individuen, von denen jeder Einzelne etwas bewirken kann. Dennoch sind ihnen nicht genug Möglichkeiten gegeben, um ihr volles soziales Potential auszuschöpfen. Die Schule könnte hier ansetzen und Wege schaffen.

Besonders in ehrenamtlichen Bereichen wird Hilfe benötigt. Ein besserer Informationsfluss könnte das Interesse der Schüler stärken. Durch ehrenamtliche Projekte mithilfe von Kooperationen zwischen Schulen und Organisationen, wie Jugendzentren, Kindergärten, Kirchen oder Werkstätten können sich Schüler einbringen. Aber auch von der Schule veranstaltete Ausflüge mit ehrenamtlicher Intention wirken sich positiv auf beide Seiten aus. Ebenso ist es wichtig, Organisationen in den Schulalltag zu etablieren, damit Schüler in Unterrichtsbesuchen erfahren können, wie sie sich als Individuen engagieren können.

Durch dieses Miteinander lernt man voneinander und wächst über sich selbst hinaus!

Ehrenamtliche Arbeit in der Schule

(Luisa Hüls) Es gibt viele Möglichkeiten ehrenamtlich in der Schule tätig zu werden. Je nachdem, in welchem Bereich ein Ehrenamtlicher seine Fähigkeiten am liebsten einsetzen möchte und welche Unterstützung besonders benötigt wird, kann er direkte Angebote an die Schüler anbieten, z.B. dadurch, dass er Nachhilfe oder Förderkurse gibt oder organisatorische Aufgaben erfüllt. Dabei sollte besonders darauf geachtete werden, welche Angebote sinnvoll für die Schüler sind oder welche von den Schülern gewünscht werden. Außerdem sollten die Möglichkeiten der Schule sinnvoll genutzt werden. Zum Beispiel kann ein Ehrenamtlicher Leseangebote anbieten und damit die Schüler motivieren mehr Bücher oder die Nachrichten der verschiedenen Medien kritischer zu lesen.

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(Rö) Am Mittwoch, 17.05.2017 besuchte die Klasse 11.3 die erst kürzlich eröffnete Ausstellung, die sich mit dem aktuellen Thema Flucht und Migration beschäftigt. Nachdem die SchülerInnen zuerst die gesamten Räume der Kunsthalle erkundeten, fertigten sie anschließend Skizzen von ausgewählten Werken an, um ihre Eindrücke festzuhalten. Abschließend wurde eine eigene Führung vorbereitet und durchgeführt. In Kleingruppen wurden sich besonders eindrucksvolle Kunstwerke gesucht, per Audioguide und Beschriftungen recherchiert sowie eine Kurzpräsentation vorbereitet. Der Rundgang am Ende des Exkursionstags konnte qualitativ mit einer professionellen Museumsführung mithalten und überzeugte vor allem dadurch, dass die eigenen Interessen bei der Auswahl der Werke berücksichtigt wurden. Während der Rückfahrt mit dem Bus wurde zurückgemeldet, dass die Einblicke durch Kunst auf Flucht und Migration sehr intensiv und bewegend seien. Auch die Wirkung aktueller künstlerischer Auseinandersetzungen, beispielsweise durch Filmsequenzen oder Fotoserien seien sehr ausdrucksstark und erstaunlich.

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Jahrgang 12 besucht Fachmesse für Ausbildung + Studium in Oldenburg

(HR) „Viel besser als ich dachte“, war Andreas beeindruckt. „Unglaublich, was die bieten, aber auch, wieviele sich da bewerben!“ Ihn hat besonders interessiert, welches Angebot die Autofirma mit dem Stern jungen Abiturienten in Bremen macht. Andere der 120 Schülerinnen und Schüler des Oberstufenjahrgangs haben sich gezielt informiert über Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zum Beispiel beim Zoll, Finanzamt, Bootsbau, Universitäten und Hochschulen in Deutschland West und Ost und in den Niederlanden oder über das Freiwillige Soziale Jahr und andere „gap years“ zwischen dem Abitur und der weiteren Ausbildung.

„Bei denen kann ich sofort anfangen.“, berichtete Luisa von der Rückmeldung am Stand für Arbeitsmarkt-Management. Mehrere Firmen haben unmittelbar nach dem Gespräch konkrete Ausbildungsmöglichkeiten angeboten. Das motiviert und setzt Energie frei für noch höhere schulische Ziele. Die Tutorinnen und Tutoren des Jahrgangs 12 haben ihre Schülerinnen und Schüler aus den fünf Fachschwerpunkten der Oberstufe zur Ausbildungsmesse begleitet. Auf der Rückfahrt sprachen sich bei einer spontanen Abstimmung im Bus ca. 95% der Teilnehmenden dafür aus, mit dem nächsten Jahrgang 12 wieder zu dieser Messe des „Instituts für Talententwicklung“ zu fahren.

Diese Berufs- und Studienorientierung wird noch in dieser Woche fortgesetzt mit Kleingruppen-Gesprächen in der Schule mit eingeladenen Gästen, die schon berufstätig sind oder studieren.

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(HO) Gut fünfzig Minuten dauert es, bis ein original germanischer Hirsebrei die richtige Sabschigkeit erreicht hat. Nichts für fastfoodverwöhnte Neuzeitler – die flüchten lieber solange vor der qualmenden Feuerstelle und erkunden noch ein wenig den Museumspark Varusschlacht in Kalkriese. Doch dann ruft unsere geduldige Köchin zu Tisch: alle 37 Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse aus den Jahrgängen 7 bis 10 und natürlich ihre Magistri und –a Herr Lütten, Frau Pieloth und Herr Hinderks dürfen probieren. Eine Kelle Hirsebrei, mit Honig fein gesüßt und an klebrigen Milchreis erinnernd, dazu eine Kelle Apfelmus, natürlich auch über dem offenen Feuer selbst gekocht – ein Gedicht! Leider konnten nicht alle Mitstreiter(innen) diese Einschätzung teilen – wie gut, dass sie im Jahr 2017 leben und nicht vor 2000 Jahren…

Natürlich war auch die Mithilfe der Lateinschüler(innen) gefragt, wobei einige ihre erste Apfelschälerfahrung machen durften. Ziemlich bitter nur, wenn nach halbstündiger Zerlegung der Apfelschale in Fetzen im Quadratzentimeterbereich dann der fertige Apfel auf den Boden fällt… Die alten Germanen hätten da nicht mal mit den Schultern gezuckt und das gute Obst an der typisch germanischen Hose (Barbaren!!) abgewischt.

Die germanische Verköstigung bildet den Abschluss des Tagesprogramms, für das wir angereist sind: Da werden aus Hirschgeweihen Glücksbringer gefeilt und mit der Dreule, einer handbetriebenen Bohrspindel, das typisch germanische „Auge“ eingefräst, das vor allerlei Ungemach schützen soll, z.B. schlechten Lateinnoten oder zu schwierigen Vokabeln, wie unsere Fachfrau augenzwinkernd hinzufügt. Eine andere Gruppe widmet sich derweil der fast vergessenen Kunst des Feuermachens mithilfe von Feuersteinen. Fazit: Es funktioniert tatsächlich und dauert keine halbe Stunde, sondern dank bestimmter pflanzlicher Gerätschaften kaum länger als der Einsatz eines Feuerzeugs!

Natürlich darf auch die Historie des Ortes nicht fehlen: Das Jahr 9 n. Chr. markiert die bitterste Niederlage, die das Imperium Romanum jemals erleiden musste – und hier vor Ort lässt sich anhand der wiederhergestellten Landschaft ganz anschaulich nachvollziehen, wie es dazu kommen konnte: Moorlandschaft auf der einen, Wald mit Schutzwällen auf der anderen Seite, dazwischen ein kilometerlanges Nadelöhr, durch das sich der Tross dreier Legionen (immerhin 18000 Mann) quetschen musste. Der Verrat des vermeintlich perfekt integrierten Parallelgesellschafters Arminius und die Guerrillataktik der Cherusker besorgten den Rest. Das Gute daran: Noch heute kommen jedes Jahr neue Fundstücke aus der Zeit der Varusschlacht ans Tageslicht und wir dürfen sie bestaunen. Und danach Hirsebrei mümmeln.

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(HE) Am 27. April 2017 besuchten die Englischkurse von Frau Jabke, Frau Heckmann und Herrn Hessing (Jahrgang 12) die Shakespeare Company in Bremen. Gezeigt wurde das Stück "Romeo und Julia" in einer modernen Interpretation. Dieses Stück ist Bestandteil des Zentralabiturs 2018, daher war der Besuch eine gute Gelegenheit, den anspruchsvollen Text auch einmal auf einer Bühne zu erleben. Im anschließenden Gespräch mit den Schauspielern, die sich extra für die Auricher Gäste Zeit nahmen, wurden einige interessante Aspekte beleuchtet und diskutiert. Zum Stück selbst gab es gemischte Reaktionen. Beim gesamten Oberstufenpublikum wurde jedoch erreicht, dass es sich konstruktiv mit der Umsetzung auseinandersetzte.

Bildquelle: Shakespeare Company Bremen, Fotograf: Ulrich Leitner
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