Aus dem Unterricht

(HO) Gut fünfzig Minuten dauert es, bis ein original germanischer Hirsebrei die richtige Sabschigkeit erreicht hat. Nichts für fastfoodverwöhnte Neuzeitler – die flüchten lieber solange vor der qualmenden Feuerstelle und erkunden noch ein wenig den Museumspark Varusschlacht in Kalkriese. Doch dann ruft unsere geduldige Köchin zu Tisch: alle 37 Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse aus den Jahrgängen 7 bis 10 und natürlich ihre Magistri und –a Herr Lütten, Frau Pieloth und Herr Hinderks dürfen probieren. Eine Kelle Hirsebrei, mit Honig fein gesüßt und an klebrigen Milchreis erinnernd, dazu eine Kelle Apfelmus, natürlich auch über dem offenen Feuer selbst gekocht – ein Gedicht! Leider konnten nicht alle Mitstreiter(innen) diese Einschätzung teilen – wie gut, dass sie im Jahr 2017 leben und nicht vor 2000 Jahren…

Natürlich war auch die Mithilfe der Lateinschüler(innen) gefragt, wobei einige ihre erste Apfelschälerfahrung machen durften. Ziemlich bitter nur, wenn nach halbstündiger Zerlegung der Apfelschale in Fetzen im Quadratzentimeterbereich dann der fertige Apfel auf den Boden fällt… Die alten Germanen hätten da nicht mal mit den Schultern gezuckt und das gute Obst an der typisch germanischen Hose (Barbaren!!) abgewischt.

Die germanische Verköstigung bildet den Abschluss des Tagesprogramms, für das wir angereist sind: Da werden aus Hirschgeweihen Glücksbringer gefeilt und mit der Dreule, einer handbetriebenen Bohrspindel, das typisch germanische „Auge“ eingefräst, das vor allerlei Ungemach schützen soll, z.B. schlechten Lateinnoten oder zu schwierigen Vokabeln, wie unsere Fachfrau augenzwinkernd hinzufügt. Eine andere Gruppe widmet sich derweil der fast vergessenen Kunst des Feuermachens mithilfe von Feuersteinen. Fazit: Es funktioniert tatsächlich und dauert keine halbe Stunde, sondern dank bestimmter pflanzlicher Gerätschaften kaum länger als der Einsatz eines Feuerzeugs!

Natürlich darf auch die Historie des Ortes nicht fehlen: Das Jahr 9 n. Chr. markiert die bitterste Niederlage, die das Imperium Romanum jemals erleiden musste – und hier vor Ort lässt sich anhand der wiederhergestellten Landschaft ganz anschaulich nachvollziehen, wie es dazu kommen konnte: Moorlandschaft auf der einen, Wald mit Schutzwällen auf der anderen Seite, dazwischen ein kilometerlanges Nadelöhr, durch das sich der Tross dreier Legionen (immerhin 18000 Mann) quetschen musste. Der Verrat des vermeintlich perfekt integrierten Parallelgesellschafters Arminius und die Guerrillataktik der Cherusker besorgten den Rest. Das Gute daran: Noch heute kommen jedes Jahr neue Fundstücke aus der Zeit der Varusschlacht ans Tageslicht und wir dürfen sie bestaunen. Und danach Hirsebrei mümmeln.

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(HE) Am 27. April 2017 besuchten die Englischkurse von Frau Jabke, Frau Heckmann und Herrn Hessing (Jahrgang 12) die Shakespeare Company in Bremen. Gezeigt wurde das Stück "Romeo und Julia" in einer modernen Interpretation. Dieses Stück ist Bestandteil des Zentralabiturs 2018, daher war der Besuch eine gute Gelegenheit, den anspruchsvollen Text auch einmal auf einer Bühne zu erleben. Im anschließenden Gespräch mit den Schauspielern, die sich extra für die Auricher Gäste Zeit nahmen, wurden einige interessante Aspekte beleuchtet und diskutiert. Zum Stück selbst gab es gemischte Reaktionen. Beim gesamten Oberstufenpublikum wurde jedoch erreicht, dass es sich konstruktiv mit der Umsetzung auseinandersetzte.

Bildquelle: Shakespeare Company Bremen, Fotograf: Ulrich Leitner

(Emilie Geis, Jg. 7) Der E-Kurs  bei Herrn Hessing im siebten Jahrgang unserer Schule führt nun eine Brieffreundschaft mit einem Deutschkurs aus der  Belmont Ridge Middle School.

Wie alles begann

Herr Hessing nahm Kontakt mit einem Deutschlehrer aus der Belmont  Ridge Middle School auf. Jeder hat einen Brieffreund oder eine Brieffreundin zugeteilt bekommen.

Wir haben angefangen, ein Paket fertigzustellen mit Briefen an die jeweiligen  Brieffreunde und Kleinigkeiten, z.B. Schokolade. Nach ungefähr einem Monat bekamen wir ein großes Paket der Partnerschule, die übrigens in Virgina in der Nähe von Washington DC liegt. Wir haben auch schon einige Videos augetauscht und uns und unsere Schule auf Englisch und Deutsch vorgestellt.

Wir bedanken uns auch beim Förderverein der Schule, der uns finanziell beim Paketversand unterstützt hat!

Im 7. Jahrgang haben wir einen kleinen Schaukasten aufgebaut, wo wir einige Dinge zum Projekt ausgestellt haben.

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Museumsbesuch in Groningen des Kunstprofils 12

(Lea Glahn) Auguste Rodin (1840-1917) schaffte sich einen bedeutenden und einflussreichen Namen in der Moderne als Bildhauer. Rund 140 seiner Skulpturen und 20 Zeichnungen werden unter dem Titel Rodin – Genius at Work im Groninger Museum präsentiert. Diese Ausstellung ist die größte Rodin-Schau, die jemals in den Niederlanden geboten wurde. Nicht nur die Größe, sondern auch der Inhalt der Darbietung ist einzigartig und überwältigend.

Gips, Bronze, Marmor, Keramik – Rodin schaffte aus verschiedenen Materialien seine individuellen Werke, wovon jedes einzelne seinen eigenen Charakter erhielt. Dem Bildhauer war es wichtig, den Fokus auf die Natur des Menschen zu legen, womit er sich dem Realismus ab- und dem Naturalismus zugewandt hat. Es entstanden Aktskulpturen von Menschen in Bewegung, welche aus dem Tanz und einfachen ungeplanten Bewegungsabfolgen heraus entstanden. Rodin hielt den Höhepunkt der Bewegung, den Fruchtbaren Moment fest.

Auch wenn seine Kunst im 19. Jahrhundert anfänglich nicht angenommen wurde, nahm sie mit Vorschreiten des Jahrhunderts einen immer höheren Stellenwert an, da sich Rodin nicht von seiner Idee abbringen ließ, weiterhin modellierte und letztendlich beeindruckte. So entstand 1903 eines seiner bekanntesten Werke Der Denker, welches derzeit ebenfalls im Groninger Museum ausgestellt wird. Wer dieses Meisterwerk bewundern möchte, kann dies noch bis zum 30. April 2017 tun.

Wir, das Kunstprofil des 12. Jahrgangs, haben zusammen mit Kursen des Gymnasium Ulricianum Aurich die Chance bekommen, Rodins Werke begutachten zu dürfen. Nach einer kurzweiligen Busfahrt starteten wir gegen 10:30 Uhr die Besichtigung der Ausstellung. Schnell stellte sich für uns heraus, Rodin – Genius at Work (zu Deutsch: Genie bei der Arbeit) macht seinem Namen alle Ehre. Auf zwei Stockwerke verteilt ließen sich Arbeitsweisen und –techniken, Ideen und dessen Umsetzung sowie der immenser Zeitaufwand, aber auch die Liebe und Leidenschaft zur Berufung mitverfolgen, analysieren und bewundern.

Jeder Schüler besichtigte die Ausstellung individuell mit der eigenen Fragestellung an Rodins Werke. So war es unsere Aufgabe, unser Skizzenheft mit Zeichnungen von den Werken zu füllen. Dies hilft nicht nur beim einfachen Verstehen der äußeren Form, sondern auch beim Erschließen der Idee und des Werkprozesses.

Neben Rodin wurden fotografische Werke des niederländischen Künstlers Erwin Olaf ausgestellt, welche er für das Groninger Museum als Bildzitate nach dem Vorbild Rodins schuf. Dies bedeutet, dass dies die erste Ausstellung der Fotografien war. Diese lassen sich jede einzelne einem Werk Rodins konkret zuordnen und stellen ebenfalls den menschlichen Körper in den Mittelpunkt.

Da Rodins Werke dem Betrachter individuelle Betrachtungszeiten ermöglichen, war es uns nach der selbstständigen Beendigung der Ausstellung gewünscht, Groningen zu erkunden

Als Geschenk des Museums erhielten wir auf Wunsch blaue Beutel mit der Aufschrift des Museums und Genius at Work.

Nach dem Besuch Manets Ausstellung in Hamburg im vorigen Jahr wussten wir, dass dies nicht die letzte Ausstellung bleiben wird, die wir besichtigen werden. Obwohl Manets und Rodins Werke sich in ihrer Art unterscheiden, haben sie eines gewiss gemeinsam: Sie sind einzigartig, beeindruckend und definitiv sehenswerte Meisterwerke.

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(ND) Am Montag, 3.4.2017 führte der 10 Jahrgang in der 3.-6. Stunde einen Projekttag „Vorbereitung Abschlussarbeiten Mathematik“ durch.

Die SchülerInnen der E-Kurse wählten zwei thematische Schwerpunkte zur Wiederholung, die von den FachlehrerInnen angeboten wurden: Lösungsverfahren wurden besprochen und an ausgewählten alten Prüfungsaufgaben geübt.

Die GrundkursschülerInnen probten den „Ernstfall“ und bearbeiteten die Abschlussarbeit des letzten Schuljahres. Bei der Auswertung konnten sie ihre individuellen Fehler erkennen und erhielten somit wichtige Anhaltspunkte für die weitere Vorbereitung.

Am Donnerstag ist dann für alle die letzte Testrunde, bevor am 4.Mai die Abschlussarbeiten im Fach Mathematik geschrieben werden.

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