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Wenn so ein Satz für Schülerinnen und Schüler am Ende eines Projekttages zur „Gewaltprävention“ steht, dann ist das ein Signal dafür, dass der Tag „etwas gebracht“ hat.

Am 10. Februar fand der traditionelle Gewaltpräventionstag für die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs statt, und in den schriftlichen Schülerrückmeldungen zum Projekttag taucht dieser Gedanke so oder so ähnlich formuliert häufig auf.

Getreu der bewährten Konzeption stand auch der diesjährige Projekttag unter dem Leitgedanken, dass die Entwicklung persönlicher Stärken die besten Chancen für Prävention bietet.

Frau Gerz hatte dementsprechend ein Übungsprogramm zusammengestellt, das die Kinder darin stärken soll, mit Konflikten aktiv und konstruktiv umzugehen.

Die Kinder schauten sich deshalb zunächst an, wie Gewalt entsteht: Ein kleiner Anlass steht am Anfang, ein Wort gibt das andere, man „ärgert“ sich.

Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich darüber aus, in welchen Situationen sie sich ärgern. Auf einer Skala von 0 bis 3 konnte jeder markieren, wie stark der eigene Ärger in einer Situation wäre.

„Jemand schmeißt deine Mütze in den Papierkorb:“ für 14 Schülerinnen und Schüler einer Klasse wäre das zum Beispiel Ärger auf der Stufe "2".

Aergerbarometer Muetze

„Jemand kippt Apfelsaft über deine Zeichnung.“

Aergerbarometer Apfelsaft

Für 11 Schülerinnen und Schüler wäre damit die höchste Stufe „3“ erreicht.

Weiter sprachen die Klassen darüber, wie der Ärger über ein Ereignis sich immer weiter aufschaukeln kann: niemand will nachgeben, jeder fühlt sich berechtigt, den anderen auch zu ärgern, so dass sich eine „Eskalations-Spirale“ entwickeln kann. Aus leichtem Ärger kann so richtige Wut werden.


Eskalationsspirale

Was macht man aber jetzt mit diesen Erkenntnissen?

Wie kann man die „Eskalations-Spirale“ unterbrechen?

Angenommen, man ärgert sich, weil jemand einen Taschenrechner einfach vom Tisch genommen hat, um damit zu arbeiten. Wenn man (womöglich noch mit aggressivem Unterton) sagt:

„Leg sofort den Taschenrechner wieder hin“,

dann heizt man die Situation mit Sicherheit auf. Mit den Worten:

„Ich finde es unmöglich, dass du dir einfach meinen Taschenrechner nimmst. Warum hast du mich nicht gefragt?“,

kann man seine Meinung deutlich machen, ohne zu provozieren.

Die Kinder fanden viele weitere Beispiel dafür, wie man (so formulierte es eine Schülerin) „auch nett sagen kann, dass man sauer ist.“

  •  Ärger zeigen ohne zu verletzten
  •  gemeinsam nach konstruktiven Lösungen suchen
  •  sich für andere einsetzen, wenn sie angegriffen werden.

 

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