Aktuelles aus dem Schulleben
Das Münster-Experiment
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Das Experiment startet am Montagmorgen um 8:00 Uhr. Die Teilnehmer: 84 Schülerinnen und Schüler sowie neun begleitende Lehrkräfte und ein Sozialpädagoge. Die Fragestellung: Ist es möglich, eine derart große Gruppe von Sechstklässlern fünf Tage lang in einer fremden Umgebung in mehr oder weniger willkürlich zusammengestellten Gruppen neue Erfahrungen verschiedener Art machen zu lassen, ohne dass bei allen Beteiligten körperliche oder geistige Schäden auftreten? Die Fahrt nach Münster verläuft zunächst ohne größere Zwischenfälle – doch dann kommt plötzlich spontane Euphorie unter der Schülerschaft beim Durchfahren des Emstunnels auf. Die Gruppe scheint also begeisterungsfähig zu sein. Auch die vorab besprochene Zimmereinteilung und das Beziehen der Zimmer vor Ort bergen überraschenderweise kein Konfliktpotential – lediglich einige Spiegel werden vorsorglich abgehängt, man weiß ja nie, was da nachts so herauskommt. Das Automatenarsenal, das von Getränken über Eis bis hin zu Knabbereien jegliche Wünsche erfüllt, tut ein Übriges dazu, die Laune zu heben – hier wird im Laufe der Woche so mancher Euro versenkt werden. Höchste Zeit also für eine Anhebung des Stresslevels: Es folgt ein erster Marsch um den Aasee (mit langem A, ihr Witzbolde!) mit begleitender Begutachtung der sogenannten Skulpturprojekte, die verschiedene Künstler dort abgestellt haben und die sich mehr oder weniger in die Landschaft integriert haben. Der Marsch zeigt seine Wirkung, aber abgesehen von leichtem Murren fallen die Kinder abends klaglos ins Bett. Vorher ist natürlich noch eine Stärkung am Abendbuffett angesagt, die ausnehmend gut ausfällt – auch wenn manche nur mit fünf Kroketten und einem Klecks Ketchup vorlieb nehmen – jedoch einige Fragen aufwirft, etwa, ob das Schweineschnitzel eigentlich Schwein enthalte. Auch der sichere Umgang mit zerbrechlichem Geschirr muss in Einzelfällen noch trainiert werden. Der zweite Tag wartet mit einer neuen Herausforderung auf: Orientierung in einer neuen Umgebung mit labyrinthartiger Struktur ist angesagt. Die Versuchsleiter haben dafür den Allwetterzoo gewählt, doch einigen Mitreisenden gelingt es tatsächlich, sich trotz Lageplan und Wegweisern zu verlaufen. Nachmittags werden die Schülerinnen und Schüler dann durch eine Reihe unterschiedlicher Herausforderungen, pardon, Challenges – Mau-Mau-Spiel, Dreibeinlauf, Liegestütze, Kopfrechnen oder Leitergolf, um nur einige zu nennen – geschickt, in denen sich jede der vier Klassengruppen beweisen muss. Dass einige der Sechstklässler(innen) gar nicht genug vom Laufen bekommen, zeigt sich z.B. darin, dass sie gewillt sind, früh morgens mit Herrn Hinderks eine Runde um den See zu joggen und trotz durchgelaufener Schuhsohlen noch einmal zum Shoppen (Rossmann-Haul!) in die Innenstadt zu gehen. Der dritte Tag ist naturgemäß der schwierigste. Die Versuchsleiter beobachten nun die ersten Ausfälle unter der Schülerschaft, die Ausprägungen sind dabei sehr unterschiedlich: Eine Nasenbluten-Epidemie bricht aus (das blaue Poweradegetränk konnte als Verursacher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden), ein Schüler sitzt mit geschwollenem Gesicht nach Zahnplombenverlust beim Zahnarzt, ein anderer prellt sich bei einem Schlag in den Bauch eines Mitschülers den Finger, vereinzelte Fälle von Heimweh müssen akut behandelt werden, eine Gruppe von Jungen aus der 6b lässt sich gar von ihren Mitschülerinnen mit Schminke verschönern. Doch die Kinder beherrschen (auch ohne Smartphones, die abends eingesammelt werden!) Techniken zur Stressreduzierung. So grassiert unter einigen das Werwolf-Fieber, während andere in DJ Uppys Disco (mit Limbo!) abfeiern, im engen Hinterhof Fußball oder in der Lobby Speedstacking spielen oder sich wie die 6d beim Klettern verausgaben. Für einige ist es dann aber doch zuviel, sie müssen unter Einsatz mehrerer Helfer im Planetarium aus dem Tiefschlaf geweckt werden. Zeit für ein Resümee: Das Experiment ist gelungen! Es konnte ein gesteigerter Zusammenhalt der Gesamtgruppe wie auch der Klassengruppen beobachtet werden (jedem Zickenkrieg folgte eine Versöhnung), teilweise auch geschlechterübergreifend. Einige Zimmergruppen kamen an ihre Belastungsgrenze, was in einem besonders schwerem Fall von nächtlichem Schnarchen dazu führte, dass drei Viertel der Zimmerbewohnerinnen mit ihrem Bettzeug im Treppenhaus übernachteten. Bei der Stadtrallye überwanden die Testteilnehmer(innen) ihre Scheu vor Fremden (die teilweise doch sehr berechtigt war) und fragten sich zielsicher durch ihre Aufgaben, manchmal sogar unter Einsatz von Fremdsprachen. Überdies wurde spontan mit allen Hunden Münsters Freundschaft geschlossen. Am Ende waren dann alle Automaten und Geldbeutel leer, das Geld sinnvoll in bunte Spiralen, Plüschfledermäuse oder Rosen für die Mütter investiert und die Zimmer ungewöhnlich sauber hinterlassen. Fazit: Der Versuch war ein voller Erfolg, einer Wiederholung in zwei Jahren steht also nichts im Wege! |
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Fünf zehnte Klassen in Berlin
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In der Woche vom 14. bis 18. August fuhren wir mit den Klassen 10a-10d, und 10g nach Berlin. Am ersten Tag machte die 10b eine Tour quer durch die Innenstadt und sah den Alexanderplatz, den Berliner Dom, die Gedächtniskirche, das Brandenburger Tor und viele weitere schöne Ecken der Stadt. Am Dienstag besichtigten wir den Bundestag und aßen mittags auch dort in der Kantine. Später gingen wir zum Mahnmal der ermordeten Juden, welches aus einem knapp zwei Fußballfelder großen Platz besteht, übersät mit hohen Betonklötzen, und im Keller befindet sich ein großes Museum. Darin erfuhren wir eine Menge über einzelne Schicksale von jüdischen Familien zur Zeit der Judenverfolgung. Am Mittwoch besuchten wir vormittags einen alten Atomschutzbunker mit Platz für 3.592 Menschen und das dazugehörige Museum "Story of Berlin". Dort sind 800 Jahre Berliner Geschichte ausgestellt. Nachmittags besichtigten wir das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und wurden dort von einem Zeitzeugen herumgeführt. Am Tag darauf stand erst ein Wahlprogramm, wie zum Beispiel der Berliner Zoo, das Naturkunde- und Technikmuseum oder das Panometer auf dem Plan. Der spätere Nachmittag war zur freien Verfügung. Der krönende Abschluss der Klassenfahrt war die Disko im Matrix am Abend, bei der wir bei tropischen Temperaturen bis knapp 12 Uhr nachts feierten. Am Freitag fuhren wir schon um 7:30 Uhr morgens per U-Bahn und Zug nach Hause. Ich persönlich fand die Klassenfahrt sehr gelungen und ich glaube, die anderen aus meiner Klassen sehen das genauso. Wir haben eine Menge über die Zustände zur Zeit der Mauer und der Judenverfolgung gelernt und konnten uns eine Woche lang sehr selbstständig im schönen Berlin aufhalten. Nur an das U-Bahn fahren werde ich mich wohl nie gewöhnen... ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Die Klassenfahrt der 10a-d und der 10g ging dieses Jahr zu unserer Hauptstadt nach Berlin. Dort blieben wir vom 14. bis zum 18. August. Um einen groben Eindruck von Berlin zu bekommen, haben wir am ersten Tag eine Stadtführung zu Fuß und per U-Bahn durchgeführt. Das Fahren mit der U-Bahn war sehr hilfreich, weil wir dieses Verkehrsmittel des Öfteren nutzen mussten. Am Dienstag besuchten wir das Reichstagsgebäude. Dort saßen wir auf der Tribüne mit der Sicht auf den Plenarsaal und haben uns einen Vortrag über Politik angehört. U.a wurde uns gezeigt, wo die Abgeordneten ihren Platz haben. Im Anschluss hatten wir ein Gespräch mit einem Abgeordneten. Am Nachmittag besichtigten wir das Holocaust-Mahnmal und erfuhren danach im Museum bei einem workshop eine Menge über die Judenverfolgung. Am Mittwoch wurde uns ein Atomschutzbunker gezeigt. Danach besichtigten wir das dazugehörige Museum „Story of Berlin“. Am Nachmittag fuhren wir zum alten Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen. Dort bekamen wir eine Führung von einem Zeitzeugen. Dies war sehr interessant, da er aus eigener Erfahrung berichtet hat. Der Donnerstagvormittag begann mit einem Wahlprogramm. Zur Auswahl standen z.B Madame Tussauds, der Berliner Zoo oder andere Museen. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Zum Abschluss verbrachten wir den letzten Abend in der Discothek Matrix. Der Abend war ein sehr schöner Abschluss und wir hatten sehr viel Spaß. Am Freitagmorgen traten wir dann die Heimreise an. Für mich persönlich war der Besuch des Bundestages das Highlight, da wir viele Eindrücke bekommen haben. Außerdem haben wir in diesen paar Tagen sehr viel über die Geschichte von Berlin erfahren, die ziemlich interessant ist. Für meine Mitschüler und mich war es eine sehr schöne und gelungene Klassenfahrt, bei der wir ganz viel Spaß hatten. Jule Reiners,10b |
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AG-Wahlen für das 1. Halbjahr 2017/2018
| (OH) Wie stets zu Beginn eines neuen Schuljahres hatten am vergangenen Montag die Schülerinnen und Schüler der IGS Aurich die Gelegenheit, sich auf der AG-Börse mit dem aktuellen Angebot an Arbeitsgemeinschaften vertraut zu machen. Dies taten vor allem die Schüler/innen der unteren Klassen und sie kamen rege ins Gespräch mit den AG-Leiterinnen und AG-Leitern. Bis zum Ende der Woche sind noch Anmeldungen möglich und am 21.08. geht es dann auf in eine neue AG-Runde. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß! |
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Eindrücke von der Einschulung des neuen 5. Jahrgangs
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Klasse 11.3 stellt Ausstellung im Medienzentrum auf die Beine
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(RÖ) Am 14. Juni 2017 war es soweit: Eröffnung der Ausstellung zu den Themen „Bild des Menschen, der Dinge und des Raumes“, welche durch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11.3 gestaltet wurde. Die Klasse hat aus den drei bearbeiteten Themenbereichen eine Auswahl von Bildwerken zusammengestellt und zeigt diese bis voraussichtlich Ende September 2017 im Medienzentrum des Landkreises Aurich öffentlich. Die Eröffnungsfeier wurde durch jeweils eine Rede von Frau Krull, Leiterin des Medienzentrums, und Frau Röttger, Kunstlehrerin und Fachbereichsleiterin unserer Schule, flankiert. Darüber hinaus haben die Schülerinnen Linda Buß und Inken Siemers sowie die Schüler Günter Freese und Bartlomiej Dziuba jeweils eine kurze und beherzte Einführung in die unterschiedlichen Ideen, Techniken und Themen ihrer Arbeiten gegeben. Das Medienzentrum hat seit April 2017 diese neue öffentliche Ausstellungsmöglichkeit speziell für Schulen geschaffen und erstellt professionelle Flyer, Einladungskarten und Plakate für dieses Format. Hierfür gilt besonderen Dank den Mitarbeitern des Medienzentrums. Die Ausstellung kann kostenlos zu den Öffnungszeiten des Landkreisgebäudes besucht werden. Alle an der IGS und an Kunst Interessierten |
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Freudig aufgeregt zur Abiturfeier
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121 Abiturienten der IGS erhielten ihre Zeugnisse (TI) Am Samstagvormittag um 11:00 Uhr war es soweit: 121 junge Menschen erhielten ihre Zeugnisse zum Ende der 13-jährigen Schulzeit an der Integrierten Gesamtschule Aurich-West. Mit dabei waren die 6 Schüler, die das Abitur knapp verfehlten, aber eine gute Fachhochschulreife bescheinigt bekamen, mit der sie dann bald an den Hochschulen in der Region studieren werden. Bei den Abiturienten lagen die besten drei Noten bei 1,0 , 1,1 und 1,3. Das ist hervorragend. Der Schulleiter betonte in seiner Ansprache, dass wieder wie in den Vorjahren ein gutes Ergebnis von den Abiturienten erreicht wurde. Insbesondere die beeindruckenden Ergebnisse bei den mündlichen Prüfungen, in denen die Abiturienten überwiegend gute bis sehr gute Noten erhielten, lobte Thorsten Quest. Beachtenswert fand er, dass deutlich mehr junge Frauen als Männer das Abitur erreichten – ein Trend, der sich immer stärker durchsetzt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass zwei Abiturientinnen abwechslungsreich und kurzweilig die Veranstaltung moderierten. Der Beitrag aus Elternsicht sorgte für Überraschung, da Herr B. Pupkes darauf hinwies, dass die Pflege und Vermittlung des Plattdeutschen im Schulgesetz verankert ist – konsequent trug er seinen Beitrag auf Platt vor: „Kiek eben ist dat en Möv?“ fragte er und wünschte den Abiturienten alles Gute für ihre Zukunft und den Eltern gutes Gelingen beim Loslassen der Kinder, die jetzt in das Leben starten. Der Leiter der Oberstufe Wolfgang Tiffert gab seinem Beitrag den Titel „Eingänge, Übergänge und Ausgänge“ und gewann aus Zitaten berühmter Mathematiker der Antike die weisen und klugen Ratschläge, die er seinen Schülern mit auf den Weg gab. Aristoteles, Sokrates aber auch Goethe bemühte er, bevor er zu der Einsicht kam: „Mehr Gauß, weniger Goethe“ Teile seiner Rede erschienen manch einem aber eher ein kleines mathematisches Kolloquium zu sein – eine letzte Herausforderung der Abiturienten! Die Schüler bedankten sich anschließend bei den Eltern und Lehrern für die Begleitung und Unterstützung durch die Schulzeit. Sie erhielten ihre Zeugnisse und stärkten sich beim anschließenden Buffet, bevor die persönlichen Vorbereitungen für den Abiturball am Abend in der Stadthalle beginnen konnten. Feierlich gekleidet, elegant frisiert und mit guter Laune trafen sich alle am frühen Abend vor der Stadthalle wieder. Nach dem Foto für die Erinnerung und die Zeitungen, marschierten die Abiturienten mit musikalischer Begleitung unter großem Beifall in die Stadthalle und eröffneten den Ball mit den einstudierten Tänzen. Dank der guten Vorbereitung durch die Betreiber der Stadthalle stand einer rauschenden Ballnacht nichts mehr im Wege. |
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