Mr. HO
Denkmäler des Verlusts. Das war mein Gedanke, als ich die Ebene von Arcus zum ersten Mal betrat. Wochenlang war ich in Cosinien umhergewandert, rastlos, besessen von dem Wunsch, das verborgene Tal zu finden. War über die Kämme des Orthogons geklettert, hatte von den schneebedeckten Hängen von Tangentien herabgeblickt, doch nirgendwo konnte ich den Ort entdecken, den zu finden ich immer gehofft hatte. Bis mich eines Nachmittags ein plötzlich aufziehender Gewittersturm dazu zwang, meine Route zu ändern. Ich flüchtete mich vor dem Unwetter in eine Höhle, die kein Ende zu nehmen schien, und folgte dem Tunnel, bis ich irgendwann doch wieder Tageslicht erblickte. Ich konnte kaum glauben, was ich dort sah: Vor meinen Augen breitete sich eine Ebene aus, in weiter Ferne begrenzt von den nebelverhangenen Gebirgszügen des Orthogons. Die Ebene von Arcus. Am Ende hatte ich mein Ziel doch noch gefunden.
Weiterlesen: Mr. HO sagt: „Im Tal der zerbrochenen Geodreiecke“ (Folge 170)
Neulich war mal wieder so ein Moment, in dem ich feststellte, dass man auch als erwachsen gelesene Person seinen Spaß mit eigentlich für Kinder gedachten Spielen haben kann. Ich rede von dem Spiel „Stille Post-Extrem“ (sic!), bei dem das alte Flüstern und Weitersagen ins Bildliche übertragen wurde. Heißt in der Praxis: Spieler 1 zeichnet etwas, das Spieler 2 erraten muss und Spieler 3 dann wieder zeichnet, was dann von Spieler 4 wieder erraten muss usw. Mit herrlichen Ergebnissen. So wurde aus „Staubsauger“ über mehrere Stationen am Ende „Mutter“.
Weiterlesen: Mr. HO sagt: „Hat er nicht gesagt!“ (Folge 169)
Neulich musste ich erfahren, dass ich in einem Vier-Generationen-Haushalt lebe. Das kam so: Ich selbst gehöre als 1980 Geborener den letzten Vertretern der Generation X an, meine Frau (Geburtsjahr 1981) ist Millennial, unser Sohn, der im Jahr 2011 das Licht der Welt erblickte, gehört der Generation Z an und unsere Tochter aus dem Jahr 2013 der Generation Alpha. Das crazy*, im Alltag aber kaum spürbar. Meistens verbünden sich die beiden Jüngeren gegen uns Alttiere. Nur manchmal wird es mir aufs Brot geschmiert, dass ich als Angehöriger einer anderen (alten) Generation offenbar gar kein Verständnis für die Bedürfnisse der Jugend aufbringen könne. Und ab und zu muss ich mich sogar als Boomer oder boomerig beleidigen lassen. Na Hoppla, ich glaub, mein Hamster bohnert!
Weiterlesen: Mr. HO sagt: „Talking ´bout my generation(s)“ (Folge 168)
Eines der berühmtesten Brote ist immer noch das Pausenbrot. Hergestellt von wohlmeinenden Eltern, die hoffen, ihrem Sprössling damit etwas kulinarisch Gutes für den Vormittag zu tun. Ein willkommener Energieschub um halb zehn in Deutschland, wo andere Schokoriegel verputzen. Oder Kartoffelchips, mittlerweile oft das Pausenbrot der Wahl, die gute alte Stulle sieht man immer seltener. Und wie ist es um die Ernährung auf der anderen Seite der Lehrerzimmertür bestellt? Lehrkräfte sind doch immer Vorbilder in allen Bereichen des Lebens, oder? Teilweise. Es gibt im Grunde drei Gruppen: Die Ernährungs-Ultras, die immer ein Glas mit einer Körner-Joghurt-Pampe dabeihaben, die sie in der Pause mehr oder weniger genüsslich schnabulieren, was bestimmt ganz toll für Magen und Darm, ästhetisch aber echt zum Abgewöhnen ist.
Eine Matheaufgabe möchte, dass die Schüler*innen untersuchen, wie sich ein Kinosaal mit der Zeit mit Leuten füllt. Dafür hat sich der Lehrer, der seine Aufgaben hin und wieder mit etwas Humor würzt, zu dem fiktiven Filmtitel „Im Bann des Logarithmus“ hinreißen lassen, was ganz vielleicht ein subtiler Hinweis auf die Lösung der Aufgabe darstellt, aber eigentlich
Weiterlesen: Mr. HO sagt: „Offenbarung im Antwortsatz“ (Folge 166)
